Goldene Regeln des Webdesigns

Goldene Regeln des Webdesigns befolgen, um die ABsprungrate zu verringern

Ob ein Besucher auf einer Webseite verweilt, entscheidet sich in den ersten Sekunden. Das bedeutet, noch bevor die Inhalte zur Kenntnis genommen werden können, schließen Nutzer bereits wieder die Seite. Was also sind die die ausschlaggebenden Kriterien, um diesen kritischen Punkt zu überwinden? Wir haben die wichtigsten Punkte für den ersten Eindruck zusammengefasst:

1. Kurze Ladezeiten!

Der durchschnittliche Besucher wartet maximal 0,6 Sekunden. Hat die Webseite dann nicht (den sichtbaren Bereich) fertig geladen, wird die Seite in der Regel wieder geschlossen. Um die Ladezeiten einer Webseite kurz zu halten, können verschiedene Techniken zur Geschwindigkeitsoptimierung eingesetzt werden. Hier in aller Kürze genannt seien mobile-first Programmierung, Bildkompression, Minification des Codes, lazy-loading und CDNs. All das nutzt jedoch nichts, wenn ein schlechtes Hosting gewählt wurde und die Antwortzeiten des Servers zu hoch sind.

2. Der erste Eindruck zählt

Ein schönes Webdesign ist natürlich wichtig, aber nicht nur die Ästhetik zählt! Nutzer haben Erwartungen, wie die Webseite einer Bausparkasse oder die Webseite eines Unternehmensberaters auszusehen hat. Werden diese Erwartungen nicht erfüllt, denkt der Nutzer, er wäre bei Google falsch abgebogen. Deshalb ist es uns so wichtig, im Designbriefing die Erwartungen und den Eindruck abzufragen. Selbstverständlich müssen nicht alle Webseiten von Unternehmensberatern gleich aussehen und Überraschungsmomente können den Besucher auch fesseln und die Neugier wecken. Ein guter Webdesigner findet die richtige Balance zwischen Erwartungen erfüllen und überraschen.

3. Lesbarkeit gewährleisten

Diese einfache Grundregel wird erstaunlich oft nicht beachtet. Deswegen hier in aller Deutlichkeit, auch wenn es banal erscheint: Schriftarten müssen so gewählt, das sie angenehm lesbar sind. Einige Schriften sehen gut aus und sind sogar hinreichend gut lesbar für sehr kurze Textabschnitte. Auf Dauer strengen sie die Augen aber zu sehr an und sind daher für Seiten mit viel Text nicht geeignet als „body-font“, sondern nur für Überschriften. Ein gutes Beispiel für dieses Phänomen ist https://fonts.google.com/specimen/Raleway, eine sehr beliebte Schriftfamilie, die leider immer wieder für komplette Webseiten verwendet wird, auch solche, die viele lange Texte enthalten.

Für gute Lesbarkeit müssen natürlich auch Schriftgröße und Kontraste richtig gewählt werden. Dieser Fehler wird häufig im Kopfbereich gemacht, wo Text mit einem Bild hinterlegt und dadurch nicht mehr oder nur sehr schlecht lesbar ist. Ebenso wenig hilfreich sind unter diesem Aspekt die so beliebten Slider (wechselnde Bilder mit Schrift), die so schnell wechseln, dass der Text nicht mehr lesbar ist und den Nutzer nervös machen, „etwas zu verpassen“.

4. Inhalte Priorisieren

„Above the fold“ ist das Schlagwort der Printmedien, also die obere Hälfte der Titelseite oder das Cover. 1:1 übertragbar auf das Webdesign ist diese Regel nicht, denn je nach Bildschirmgröße ist der Sichtbereich des Nutzers mal größer, mal kleiner. Umso wichtiger ist es, Inhalte zu priorisieren. Unbedingt immer im Sichtfeld des Nutzers muss die Bestätigung seiner Suchintention liegen. Hat der Nutzer nach „Regeln des Webdesigns“ gesucht, muss die Seite ihm bestätigen, dass es hier um die „Regeln des Webdesigns“ geht und was man hier tun kann (lesen, Anfrage senden, registrieren, etwas herunterladen, an einer Diskussion teilnehmen?).

5. Sinnfällige Strukturen schaffen

Die Navigation sollte es dem Nutzer einfach machen, sich auf der Webseite zurechtzufinden. Kommt der Nutzer auf der Startseite einer Präsenz an, weil er nach Händlern gesucht hat, will er dennoch eigentlich zu den Produkten oder dem Service. Sinnfällig bedeutet nicht zwangsläufig, dass stets die gleichen inhaltlichen Kategorien wie auf vergleichbaren Webseiten verwendet werden müssen, sofern die Bezeichnungen verständlich sind. Auch hier können Abweichungen die Neugier wecken.

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